How health insurance companies influence cancer drug selection

Patienten finden sich bei der Auswahl der Medikamente zur Behandlung ihrer Krebserkrankung zwischen ihrer Krankenkasse und ihrem Onkologen wieder. Warum ist das?

Die American Cancer Society erklärt biologische Medikamente (abgeleitet von lebenden Organismen wie Hefe, Bakterien oder tierischen Zellen) und Biosimilar-Medikamente, die sich ähnlich wie das ursprüngliche, patentierte (dh Marken-) Medikament verhalten. Es ist wichtig zu beachten, dass Biosimilars nicht dasselbe sind wie Generika, die exakte chemische Kopien des ursprünglichen Markenmedikaments sind.

Ein Markenarzneimittel, das als erstes auf den Markt kommt, kann für das Pharmaunternehmen eine erhebliche Einnahmequelle als Kapitalrendite für die Kosten der Erforschung und Entwicklung des Arzneimittels generieren. Im Fall eines bestimmten Biosimilar-Medikaments können beschleunigte klinische Studien seine Sicherheit und Wirksamkeit für die Zulassung durch die FDA nachweisen. Da klinische Studien die Verwendung von Biosimilars unterstützen, bedeutet dies, dass es einen Preiswettbewerb für Arzneimittel gibt, die ähnliche Wirkungen auf den menschlichen Körper haben. Infolgedessen werden die Behandlungskosten zu einem Faktor im Entscheidungsprozess für die klinische Versorgung.

Wenn Krankenkassen Einsparpotenziale durch ein Biosimilar-Medikament sehen, können sie ihre Kostenübernahme entsprechend anpassen. Einige Krankenkassen können ihre Entscheidungen darüber, welches Biosimilar-Medikament im Rahmen des Plans abgedeckt wird, vierteljährlich ändern.

Aber wo bleibt der Onkologe – und der Patient? Was ist, wenn es dem Patienten mit einem anderen Medikament gut geht? Berücksichtigt die Krankenkasse die anamnestische Reaktion des Patienten auf ein bestimmtes Medikament? Nicht unbedingt. In den meisten Fällen bestimmen die Kosten die Entscheidungsfindung, und Einsparungen werden möglicherweise nicht an den Patienten weitergegeben. Der Onkologe muss die Entscheidung, welches Medikament er einsetzt, gegen die Arzneimittelliste der Krankenkasse abwägen. Die große Frage bleibt: Was ist, wenn die Reaktion des Patienten auf die Medikamentenumstellung den klinischen Verlauf negativ beeinflusst?

In einigen Fällen ist die Genetik der Grund, warum manche Patienten besser auf bestimmte Medikamente ansprechen als andere. Wir haben dies bei der Behandlung verschiedener Arten von Brustkrebs gesehen. Wir können nicht mit Sicherheit vorhersagen, wie ein einzelner Patient auf ein bestimmtes Medikament reagieren wird, daher stützen wir uns sowohl auf veröffentlichte klinische Studien als auch auf klinische Erfahrungen, um festzustellen, welches Medikament oder welche Medikamente die besten Chancen haben, mit den geringstmöglichen Nebenwirkungen zu wirken.

Onkologen sollten von den Krankenkassen nicht gezwungen werden, mit ihren Patienten russisches Roulette über Kostenübernahmeentscheidungen für Krebsmedikamente zu spielen. Es sind Ärzte, die sowohl die Risiken als auch den Nutzen medikamentöser Behandlungen kennen, im besten Interesse ihrer Patienten handeln und solche komplexen Entscheidungen treffen sollten. Die Entscheidung, welches Medikament für den jeweiligen Patienten das beste ist, sollte in den Händen der für die Versorgung ihrer Patienten verantwortlichen Ärzte bleiben und nicht der Willkür der Krankenkassen überlassen werden.

Paul Pender ist Augenarzt und kann über seine selbstbetitelte Website Dr. Paul Pender. Er ist der Autor von Rebuilding Trust in Healthcare: A Doctor’s Prescription for a Post-Pandemie America.



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